Soulfood am Morgen – oder warum wir zu Hause immer warm frühstücken

Ich bin ein großer Fan des warmen Frühstücks. Nicht nur, aber vor allem jetzt im Winter. Was gibt es Schöneres, als den Tag bei diesen klirrenden Temperaturen mit einem warmen Porridge, einem Grießbrei und einer heißen Tasse Tee zu starten? Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber zum Frühstück einen Smoothie aus rohem Obst und Gemüse zu trinken, womöglich noch mit Eiswürfeln, käme mir momentan wirlich nicht in den Sinn.

Warm frühstücken hat Tradition!

In der indischen Lehre des Ayurveda spielt das warme Frühstück übrigens eine wichtige Rolle. Genauso in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und deren Ernährungslehre der 5 Elemente. Denn unserem Körper fällt es viel leichter, etwas Warmes, Gekochtes zu verdauen, als etwas Kaltes. Gerade am Morgen, wenn unsere Verdauung noch nicht auf Hochtouren läuft. Dann würde es uns viel zu viel Energie kosten, ein kaltes Essen erst einmal auf Körpertemperatur zu bringen. Warm frühstücken entlastet aber nicht nur die Verdauung, sondern stärkt laut Ayurveda und TCM auch unser Immunsystem. Und es hält viel länger satt als ein Brötchen mit Marmelade!

Und was ist mit den Vitaminen?

Es stimmt, dass einige Vitamine hitzeempfindlich sind und beim Kochen teilweise zerstört werden. Deshalb aber nur noch Rohes zu essen, ist keine Lösung! Viele Nährstoffe kann unser Körper nämlich erst in gekochtem Zustand gut verwerten. Manche sind roh sogar giftig, etwa Hülsenfrüchte. Kurz, nicht die Menge an Vitaminen und Nährstoffen ist ausschlaggebend, sondern deren Verwertbarkeit für unseren Körper. Wenn ihr mehr über die Vorteile des warmen Frühstückens erfahren möchtet, kann ich euch übrigens den Blog der TCM-Ernährungsberaterin Katharina Ziegelbauer wärmstens empfehlen! Sie hat auch viele tolle und einfache Rezepte, die ich immer wieder gerne ausprobiere.

Ist das nicht viel zu aufwändig?

Übrigens, wenn ihr euch jetzt sagt, das ist ja alles schön und gut, aber ich habe morgens keine Zeit zum Kochen, dann kann ich euch beruhigen. Ich habe diese Zeit auch nicht! Meine zwei Kinder müssen gewaschen, angezogen und in die Kita gebracht werden, die Tasche für die Arbeit muss gepackt und das Pausenbrot geschmiert werden. Unser warmes Frühstück bereite ich deshalb einfach schon am Abend vor. Morgens, bevor ich unter die Dusche springe, stelle ich es dann einfach kurz in den Ofen und gut ist.

Das Rezept

So, nun möchte ich euch aber nicht länger das Rezept vorenthalten. Es kommt ohne raffinierten Zucker und tierische Produkte aus, weil ich Kokosmilch verwende. Natürlich könnt ihr es aber genauso gut mit Kuhmilch oder einer anderen pflanzlichen Milch zubereiten. Kokosmilch schmeckt von Natur aus leicht süß, sodass man in meinen Augen keine weiteren Süßungsmittel braucht. Ich persönlich liebe auch einfach den Geschmack und durch den hohen Fettanteil hält sie lange satt. Damit es nicht ganz so üppig wird, mische ich sie aber mit Wasser. Probiert einfach aus, mit welcher Milch und welchen weiteren Zutaten euch der Grießbrei am besten schmeckt. Wenn ihr Kirschen aus dem Glas verwendet, achtet auf die Zusatzstoffe! Im Bioladen findet ihr Kirschen ohne Zuckerzusatz, zum Beispiel von Denree. Am besten ist es natürlich, selbst eingemachte Kirschen zu verwenden, aber ich gebe zu, dass ich die auch nicht zur Hand hatte. 😉

Hier kommt also mein Vorschlag:

Schokoladen-Grießbrei mit Kirschen und Kokosflocken

Zutaten:

1 Dose Kokosmilch und die gleiche Menge Wasser

circa 1 Tasse Dinkel-Vollkorngrieß

1 Esslöfel ungesüßtes Kakaopulver

1 Handvoll Kokosflocken

gekochte Kirschen (ohne Zuckerzusatz)

Zubereitung:

Kokosmilch und Wasser in einem Topf erhitzen. Wenn die Flüssigkeit anfängt, zu köcheln, langsam den Grieß und das Kakaopulver einrieseln lassen und mit einem Schneebesen gut rühren. Die Menge an Grieß hängt davon ab, wie flüssig ihr euren Brei haben wollt. Bei Bedarf einfach mehr Grieß oder mehr Wasser hinzufügen. Nach etwa fünf Minuten den Topf vom Herd nehmen und das Ganze in eine ofenfeste Schüssel umfüllen. Mit Kirschen und Kokosflocken garnieren und über Nacht kalt stellen.

 

4 Kommentare zu „Soulfood am Morgen – oder warum wir zu Hause immer warm frühstücken

  1. Bei kalten Tagen liebe ich es auch warm zu frühstücken. Es wärmt einfach so schon von innen heraus, find ich 🙂
    Bei mir gibt es auch oft Grießbrei z.B. mit Apfelmus oder eben der Klassiker Haferbrei.
    Dein Rezept muss ich aber auch mal ausprobieren!

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