Schokolade selbst machen- zuckerfrei, vegan und soo gut!

#Schokolade #zuckerfrei #vegan

Seit zwei Jahren verzichte ich auf Zucker. Und fühle mich gut dabei! Auch meine Kinder bekommen von mir keine herkömmlichen Süßigkeiten. Das heißt allerdings nicht, dass wir nie mal etwas naschen. Nur achte ich darauf, dass das, was wir naschen, nicht nur leere Kalorien liefert, sondern uns nährt und zufrieden macht.

Wenn wir unterwegs sind oder wenn meine Kinder etwas Süßes geschenkt bekommen, bin ich hingegen recht lax. Dann darf es von mir aus auch mal ein Überraschungsei sein, ein Stück Kuchen oder ein Eis. Meist ist das Interesse an Süßigkeiten bei meinen Kindern auch recht schnell wieder verflogen. Vorausgesetzt, wir schenken dem Ganzen nicht allzu viel Bedeutung.

Zuckerfrei bedeutet nicht trist!

Wenn ich anderen erzähle, dass ich mich weitgehend zuckerfrei ernähre, ernte ich oft mitleidige Blicke. Was muss das für ein freudloses Leben sein, denken sicher viele.

Lasst mich hier bitte etwas Licht ins Dunkel bringen.

Was bedeutet eigentlich zuckerfrei?

In meiner Familie vermeiden wir, wann immer möglich, Lebensmittel, denen Zucker zugefügt wurde. Sei es nun solcher aus Zuckerrohr, aus Zuckerrübe, weißer oder brauner. Zucker hat viele Namen und ist oft nicht auf den ersten Blick als solcher zu erkennen. Wirklich sicher sein köönt ihr nur, wenn ihr weitgehend auf Fertigprodukte verzichtet. Ich persönlich finde das nicht schlimm, weil ich mein Essen sowieso lieber selbst mache. Dann weiß ich einfach genau, was drin steckt.

Alternative Süßungsmittel wie Honig, Ahornsirup oder Datteln verwende ich, aber nur sehr sparsam. Sie liefern uns nicht nur leere Kalorien, sondern darüber hinaus auch wertvolle Mineralien und Ballaststoffe. Aber auch sie sind sehr energiereich und schaden im Übermaß genossen genauso wie herkömmlicher Zucker.

Und warum soll ich auf Zucker verzichten?

Dieser Blogpost soll keine wissenschaftliche Abhandlung werden. Aber wie ihr alle wisst, gilt unser extremer Zuckerkonsum als Ursache vieler moderner Zivilisationskrankheiten. Von Diabetes mellitus, über Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Krebs. Darüber hinaus macht Zucker süchtig, sodass wir immer mehr davon brauchen. Wer sich etwas tiefer damit beschäftigen möchte, dem empfehle ich unter anderem die Arte-Doku „Die große Zuckerlüge“ oder diesen Artikel aus der Süddeutsche Zeitung.

Keine Angst vor der Entwöhnung!

Wie bei allem geht es aber auch beim Thema „Zucker“ meiner Meinung nach um ein gesundes Maß. Es nützt ja nichts, sich schlecht zu fühlen, weil man so gerne Schokolade oder Kuchen mag. Solch negative Gefühle sind meiner Meinung nach auf Dauer genauso ungesund wie schlechte Ernährungsgewohnheiten.

Meine Devise lautet daher, den Geschmack langsam wieder so umzustellen, dass eine natürliche Süße wie die aus Früchten oder Trockenfrüchten ausreichend ist. Das dauert eine Weile, lohnt sich aber total! Mit der Zeit werdet ihr festellen, dass euch gwöhnliche Süßigkeiten gar nicht mehr schmecken. Seid aber nicht so streng mit euch, insbesondere am Anfang. Mein Trick ist, immer etwas Süßes zur Hand zu haben, aber etwas Selbstgemachtes. Wie meine selbst gemachte Schokolade. Die erlaube ich sogar meinem Einjährigen ab und zu, denn ich finde es toll, dass er sich so gleich an den Geschmack „echter“ Schokolade gewöhnt.

Schokolade selber machen ist soo einfach!

20171226_131115

Wenn ich bloß früher herausgefunden hätte, wie einfach es ist, Schokolade selbst zu machen! Denn auch in der besten Bioschokolade steckt meist noch eine Menge Zucker drin. Irgendwie dachte ich immer, das sei unglaublich aufwändig und kompliziert. Pustekuchen! Alles was ihr braucht, ist ein gutes Kakaopulver ohne irgendwelche Zusätze, Kakaobutter (die gibt es im Bioladen, ich verwende immer diese) und ein Süßungsmittel eurer Wahl. Meine Favoriten sind hier Ahorn- oder Dattelsirup.  Zusätzlich zu diesen Basics könnt ihr eurer Schokolade viele weitere Zutaten  hinzufügen, wie Trockenfrüchte oder Nüsse. Im Rezept stelle ich euch meine aktuelle Lieblingsvariante vor.

Zum Auskühlen der Schokolade bietet es sich an, eine Form aus Silikon zu verwenden. Daraus lässt sich die Schokolade, wenn sie fest geworden ist, leicht wieder herauslösen lässt. Silikonformen findet ihr in jedem Haushaltswarenladen und natürlich im Internet.

So, nun aber endlich zum Rezept. Die Grundidee stammt von La Veganista Nicole Just, deren Blog ich euch ebenfalls sehr ans Herz legen kann. Ich habe es leicht abgewandelt bzw. erweitert. Viel Spaß beim Ausprobieren, eure Kathinka!

Zartbitterschokolade mit Kokos und Kakaonibs

Zutaten
  • 60 g Kakaobutter
  • 40 g Kakaopulver
  • 1 Prise Meersalz
  • 1/2 TL gemahlene Vanille oder das Mark einer Vanilleschote
  • 4 EL Ahornsirup, Kokosblütensirup oder Dattelsirup
  • Kokosflocken nach Geschmack
  • Kakaonibs

Die Kakaobutter mit dem Messer fein hacken und ganz vorsichtig im Wasserbad schmelzen lassen. Danach das Kakaopulver, die Kokosflocken, die Kakaonibs, das Salz und die Vanille in einer Schüssel mischen. Den Sirup und die nun flüssige Kakaobutter dazugeben und alles mit einem Schneebesen verrühren. Die Masse in die Silikonform gießen und für mindestens 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Danach aus der Form lösen und am besten im Kühlschrank aufbewahren. Da die selbst gemachte Schokolade keine Emulgatoren enthält, schmilzt sie etwas schneller als gekaufte.