Grüner Vitaminkick: Postelein-Pesto mit Sesam und Granatapfelkernen

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Mit Salat ist das bei meinen Kindern so eine Sache. Selten mal wird vielleicht ein Blättchen probiert, aber meistens bleibt er unangetastet auf dem Teller zurück. Kennt ihr das?

Ehrlich gesagt habe auch ich im Winter meist nicht allzu viel Lust auf Rohkost. Wenn es draußen knackig kalt ist, freut sich mein Bauch viel mehr über eine warme Suppe, Ofengemüse oder einen großen Teller Pasta mit Gemüse. Das geht sowieso immer! Ganz ehrlich, ich glaube sogar, dass uns warmes Essen im Winter viel besser tut als Rohkost. Schließlich sagen das auch die uralten Lehren aus Ayurveda und TCM. Außerdem bedeutet warm ja nicht zwingend „matschig und vitaminbefreit“. Schließlich gibt es zig Möglichkeiten, Gemüse und anderes Grünzeug schonend zuzubereiten.

Pesto geht immer!

Das dachte ich mir jedenfalls, als ich diese Woche einen Postelein-Salat in unserer Gemüsekiste fand. Kennt ihr Postelein? Das grüne Kraut ist auch unter dem Namen Portulak bekannt und hat jetzt im Winter Saison. Der Geschmack von Postelein ist nussig-mild und erinnert ein wenig an Feldsalat. Am einfachsten findet man Postelein auf dem Wochenmarkt und natürlich kann man es ganz phantastisch als Salat zubereiten.

Mindestens genauso lecker schmeckt Postelein aber als Pesto. Das passt wunderbar zu Nudeln, aber auch als Brotaufstrich, Füllung für Pfannkuchen oder im Omelette. Ein Pesto selbst zuzubereiten dauert keine zehn Minuten und ihr wisst genau, was drin ist. Außerdem hält es sich in einem Schraubglas im Kühlschrank mehrere Tage frisch.

Ich habe mich heute für die klassische Variante mit Nudeln entschieden. Dazu gibt es süß-saure Granatapfelkerne, die meine Kinder lieben. So schmeckt es der ganzen Familie. Der Kontrast zwischen dem knallig-grünen Pesto und den pinken Beeren ist außerdem etwas fürs Auge. Probiert es aus!

Postelein-Pesto mit Sesam und Granatapfelkernen

Zutaten für 4 Personen:

1 Postelein-Salat

1 Granatapfel

400 Gramm Pasta nach Belieben

Oliven- oder Sesamöl

geschälte Sesamkörner

Meersalz

weißer Pfeffer

Zubereitung:

Am besten beginnt ihr mit dem Schwierigsten, dem Granatapfel. Viertelt ihn und löst die Kerne heraus. Kleiner Trick: Macht das in einer Schüssel mit Wasser, dann bleiben eure Hände sauber. Stellt dann die Granatapfelkerne in einer Schüssel beiseite.

#Granatapfel
Das Herauslösen der Kerne ist ein bisschen fitzelig. Macht es in einer Wasserschüssel, so bleiben die Hände sauber! Foto: Privat

Putzt den Postelein-Salat und zerkleinert ihn in einem Food-Processor oder einer anderen leistungsfähigen Küchenmaschine.

#Postelein; #Portulak; #Pesto; #vegan
Im Food-Processor wird aus dem Salat ruck zuck ein cremgies Pesto Foto: Privat

Gebt dann die Sesamkörner, das Öl, Salz und Pfeffer hinzu. Die Menge der Zutaten hängt jeweils davon ab, wie ihr euer Pesto mögt, eher fest oder eher flüssig.  Ich verwende circa eine Handvoll Sesam und relativ viel Öl.

#Sesam
Sesam macht das Pesto fester

Wenn ihr zufrieden mit der Konsistenz seid, füllt das fertige Pesto in ein Schraubglas und bewahrt es bis zum Essen im Kühlschrank auf. Achtet darauf, dass das Pesto gut mit Öl bedeckt ist, damit die schöne grüne Farbe erhalten bleibt.

Kocht nun die Pasta nach Packungsanleitung.

Vermischt die fertige Pasta mit dem Pesto in einer großen Schüssel und streut die Granatapfelkerne darüber. Tipp: Verwendet ein wenig des Nudel-Kochwassers und eventuell noch etwas Öl, das erleichtert das Mischen.

#vegan, #Granatapfelkerne; #Pasta, #Soulfood

Guten Appetit!